Aus dem Pinneberger Tageblatt:
13. Februar 2010 | 00:20 Uhr | von Sabrina Tzschaschel und René Schaar
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Der Lack ist ab: Das alte Hauptgebäude des Pinneberger Bahnhofs könnte dennoch erhalten werden.
PINNEBERG. Pinnebergs Bahnhof - seit Jahren ein Schandfleck. Das soll sich ändern. 90 000 Euro an Planungskosten hat die Politik freigegeben. 3,1 Millionen Euro wird die Modernisierung kosten - 75 Prozent davon soll die Bahn AG übernehmen. Unsere Zeitung ist vor Ort, befragt Pendler: Sollte sich die mit 51 Millionen Euro verschuldete Stadt einen attraktiveren und behindertengerechten Bahnhof leisten? Tenor: unbedingt.
"In jedem Fall muss hier etwas passieren. Wie sollen die Behinderten und Älteren denn sonst auf den hinteren Bahnsteig kommen?", sagt die Rentnerin Edith Pfeuffer (70). Auch der Leiter der Heideweg-Schule in Appen, Volker Schwarz (55), wartet auf den Zug. Pinnebergs Bahnhof sei für körperlich Behinderte "unzumutbar, der alltägliche Wahnsinn". Halte der Regionalexpress aus Kiel, hätten Rollstuhlfahrer "keine Chance, vom Bahnsteig zu den S-Bahn-Gleisen zu gelangen." Grund: Bis heute gibt es keinen Fahrstuhl. Unsere Zeitung sprach mit Christel Kleine, Teamleiterin der Behindertenhilfe des Kreises Pinneberg. Sie übt Kritik, beklagt insbesondere das Fehlen einer behindertengerechten Toilette.
Auch die Hamburgerin Yvonne Rusch hat in Pinneberg schlechte Erfahrungen gemacht: Der Schock saß tief, als ihr vierjähriger Sohn vor ein paar Wochen auf dem nicht überdachten Bahnsteig ausrutschte und auf das Gleis fiel. "Es war sehr glatt und offensichtlich nicht gestreut. Zwar ist nichts Schlimmeres passiert, aber mit einem voll überdachten Gebäude wäre es gar nicht erst soweit gekommen."
Die 73-jährige Rentnerin Ingrid Schulz aus Pinneberg denkt auch an Freizeit-Touristen aus Hamburg: "Nicht zuletzt die neue Wasserski-Anlage an der Burmeisterallee lockt viele Besucher nach Pinneberg. Alles passt, nur der Bahnhof ist unattraktiv."
Diese Ansicht teilt auch Bürgermeisterin Kristin Alheit (SPD). Ihrer Meinung nach ist der Bahnhof die Visitenkarte einer Stadt. "Die erste Entwurfsplanung wird gerade verfeinert", erklärt die Rathaus-Chefin. Das historische Hauptgebäude könnte erhalten bleiben, eine Brücke mit Fahrstuhl gehört zum Konzept. Laut Bauamtsleiter Klaus Stieghorst liegt der überarbeitete Plan voraussichtlich Ende März vor. Stimmt die Politik dem Entwurf zu, können Fördermittel beantragt werden.
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Hi,
jetzt scheint endlich das Projekt "Bahnhof" ins Rollen zu kommen. Immer öfters hört man aus den Medien etwas über unseren Bahnhof. Gut dass wir das hier angesprochen haben, denn erst seit wir hier darüber gesprochen haben, tut sich was!!!!
Frau Alheit,
bitte denken Sie nochmal über die Sache mit der Reality-Show "Einsatz für ein Bahnhof" nach.
Herzliche Grüße
Susi