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Dienstag, 31. Mai 2011, 12:47

Geschichte der Stadt Pinneberg

Zitat von der Internetseite der Stadt Pinneberg:

Pinneberg historisch
Pinneberg erhielt 1875 die Stadtrechte und ist damit, verglichen mit vielen anderen Städten Schleswig-Holsteins, eine junge Stadt. Die Geschichte des Ortes reicht aber weiter zurück:


14. bis 17. Jhd.



* Die erste urkundliche Erwähnung des Namens Pinneberg finden wir 1351.
* Die erste Ausstellung einer Urkunde in Pinneberg "im hauß Pinneberg" läßt sich auf das Jahr 1382 datieren.
* Die Burg der Schauenburger Grafen, später ein Renaissance Schloß, war Sitz des "Drosten" als Stellvertreter der Grafen an der Weser und Verwaltungsmittelpunkt ihrer selbständigen Grafschaft zu Schauenburg-Pinneberg.
* In der Nähe der Burg entstand ein Gerichtsplatz, die Dingstätte.

17. Jahrhundert



* Nach dem Aussterben des Grafengeschlechts 1640 verwaltete der Landdrost des dänischen Königs die "Grafschaft Pinneberg".
* Das Schloß wurde in den Kriegen des 17. Jahrhunderts weitgehend zerstört.
* Um 1600 setzte eine stärkere Besiedelung durch Beamte, Gewerbetreibende und Handwerker ein.
* Seit 1695 gab es einen Posthof an der Dingstätte, durch die eine der Postrouten von Kopenhagen nach Hamburg führte.

18. Jahrhundert



* 1720 wurde das Schloß endgültig abgerissen.
* 1765 erbaute der Landdrost Hans von Ahlfeldt die heutige "Drostei" als seinen Wohn- und Amtssitz des Landdrosten.

19. Jahrhundert



* Mit dem Verkauf der Schloßländereien um 1800 vergrößerte sich die Pinneberger Dingstätte rasch und erhielt 1826 vom dänischen König die Fleckensgerechtigkeit.
* Eine große Rolle spielte bereits im 18. Jahrhundert der Fremdenverkehr, vorwiegend Ausflügler aus Hamburg, die im idyllischen Ort und im "Fahlt"-Gehölz Erholung und Vergnügen suchten. 30 ha des "Fahlt" sind heute noch mitten in der Stadt erhalten.



* Der Bau der "Ostseebahn" Altona-Kiel im Jahre 1844 verstärkte den Strom der Erholungssuchenden, andererseits brachte der Bahnanschluß mit der nachfolgenden rapiden Industrialisierung zugleich ein Ende des Fremdenverkehrs mit sich.
* Entsprechend wuchsen auch die Einwohnerzahlen:
1845: 1.087 Personen
1855: 1.962 Personen
1867: 2.862 Personen
1900: 4.147 Personen





* Mit der Trennung der Kriminal- und Ziviljustiz von der Drosteiverwaltung entstand 1855 eines der ersten Amtsgerichte Norddeutschlands.
* Mit der Schaffung des preußischen Kreises Pinneberg 1867 wurde der Ort Sitz der Kreisverwaltung und 1875 Kreisstadt. Die Landräte wohnten in der Drostei, die Verwaltung zog 1893 in das neue Landratsamt.
* 1890 schied Pinneberg aus dem Kirchspiel Rellingen aus und wurde selbständige protestantische Kirchengemeinde (erste Kirche 1894)
* 1900 gab es 10 Fabriken mit jeweils über 20 Beschäftigten, als größtes das "Union"-Eisenwerk mit 600 Beschäftigten. Der Besitzer Herman Wupperman wurde durch großzügige Sozialmaßnahmen zum Wohltäter der Stadt.

20. Jahrhundert


* Durch die Eingemeindung von Pinnebergerdorf im Jahre 1905 verdoppelte sich das Stadtgebiet und die Einwohnerzahl stieg um 1.500.
* Der 1. Weltkrieg brachte der Industrie schwere Einbußen. 271 Pinneberger starben im Krieg.
* Die Stadtpolitik der folgenden Jahre wurde bis 1933 trotz knapper Kassen vorwiegend durch Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen und Förderung des Heimstättenbaues bestimmt.
* Die Eingemeindung Thesdorfs 1927 brachte erneut eine Verdoppelung des Stadtgebietes und 1200 neue Einwohner.
* Als Zentrum eines Rosenanbaugebietes veranstaltete Pinneberg 1929 erstmals das "Holsteiner Rosenfest" mit einm prächtigen Rosenkorso. Bis 1955 folgten 11 weitere Rosenfeste.
* Infolge der Weltwirtschaftskrise 1929 gingen mehrere größere Fabriken in Pinneberg Konkurs.





* Nach 1933 entstanden unter bedenkenlosem Einsatz von Finanzmitteln im Rahmen von Arbeitsbeschaffungs- programmen:
*der Pinneberger Rosengarten<br*die></br*die>*das Sportstadion
*die Kasernenanlage, womit der Ort zugleich Garnisonstadt wurde
* Während des 2. Weltkriegs blieb Pinneberg von Luftangriffen verschont. Als Folge der Zuwanderung von Bombengeschädigten und Ostvertriebenen stieg die Einwohnerzahl 1939 von rd. 13.000 auf rd. 25.000 im Jahre 1948.





* Später setzte sich der Zuzug von Neubürgern aus Hamburg und von vorwiegend dort Beschäftigten fort, so daß immer neue Wohnsiedlungen in völlig neuen Stadtteilen entstanden.
* Es wurden drei Gewerbegebiete mit einer Mischung von Klein- und Mittelbetrieben erschlossen.
* 1966 erhielt die Stadt den S-Bahn-Anschluß nach Hamburg.




* Durch den Bau der Thesdorfer Brücke und der Hochstraße 1969 wurde die quer durch den Ort verlaufende Verkehrs- Trennlinie der Eisenbahnstrecke Hamburg-Kiel überwunden. Die Verlagerung des früheren überörtlichen Durchgangsverkehrs auf die jetzige A 23- Umgehungsstraße und die Schaffung eines Stadtkern-Tangentenringes machte 1971 den Ausbau der Fußgänger-Einkaufszone durch die gesamte Dingstätte möglich.




* 1969 wurde das neue Rathaus mit allen bis dahin verstreut liegenden Ämtern bezogen. Hiermit war die Voraussetzung geschaffen, die Infrastruktur der ständig anwachsenden Bevölkerung anzupassen.
* Seit 1957 bestehen partnerschaftliche Beziehungen zur Stadt Rockville (Maryland) in den USA mit heute noch regem Austausch. Eine zweite Partnerschaft entstand 1991 mit dem Nzega-District in Tansania.





* Die Landdrostei dient seit 1991 als Kreiskulturzentrum.
* Im ehemaligen Amtsrichterhaus von 1855 hat heute das Stadtmuseum Pinneberg seinen Sitz.

© 2011 Stadt Pinneberg
Gruß FanD

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Mittwoch, 1. Juni 2011, 12:06

Pinnebergs Geschichte in Wikipedia

und bei Wikipedia findet man dazu dies (Zitat):

In Pinneberg entstand wohl um das Jahr 1200 eine erste Burg, die der Landesherr, der Schauenburger Graf Adolf VIII. 1370 eroberte. Urkundlich als Gerichtsort (Thing) – daher stammt die Straßenbezeichnung Dingstätte – wird Pinneberg erstmalig 1397 genannt, die erste urkundliche Erwähnung des Ortes stammt von 1351. 1472 wurde an Stelle der Burg ein Renaissanceschloss errichtet, das in den Jahren 1627 und 1657 schwer beschädigt und 1720 endgültig abgerissen wurde. Von 1765 bis 1767 ließ der Landdrost Hans von Ahlfeldt als Nachfolgebau die Drostei errichten. Dieser Backsteinbau, den vermutlich Ernst Georg Sonnin erbaute, ist das bedeutendste Beispiel profaner Barockarchitektur im gesamten Kreis Pinneberg und dient heute als Kreiskulturzentrum.

Nachdem sich in der Nähe der Burg Hofbedienstete und Handwerkern angesiedelt hatte, entwickelte sich die Freie Thingstätte Pinneberg, der Ort erhielt allerdings erst 1826 das Fleckensprivileg und 1875 die Stadtrechte, obwohl hier schon seit 1640 der Sitz des dänischen Landdrosten und seit 1866 der Sitz des preußischen Landrates war.

1905 kam es zur Eingemeindung von Pinneberger Dorf (heutiger Stadtteil Pinneberg-Nord) und im Jahr 1927 zur Eingemeindung der Gemeinden Thesdorf und Waldenau. Durch den Zustrom von Vertriebenen, überwiegend aus Ostpreußen, 1945 verdoppelte sich Pinnebergs Einwohnerzahl nach dem Zweiten Weltkrieg; im Gegensatz zu vielen anderen Städten Schleswig-Holsteins konnte Pinneberg diese zusätzlichen Einwohner auch dauerhaft halten.
Gruß FanD