es läuft ja jetzt die große Zensus Umfrage -> Volkszählung. Aus den Medien habe ich entnommen das praktisch nur Stichproben, also jeder 10. Haushalt, genommen werden sollte - soweit doch richtig?!
Aber wie kann es dann sein das in unserem Mehrfamilienhaus (12 Wohnungen) ALLE Haushalte befragt werden?!?
1 oder 2 - okay, aber alle das sind 100%!
Ein Fehler in der Verwaltung, oder werden klammheimlich doch alle Einwohner gezählt
Welche Erfahrung hattet ihr bisher mit den Zensus?
ja so habe ich das auch aus den Medien. Um so mehr hat es mich eben gewundert da alle 12 Parteien bei uns Mieter sind und keine Eigentümer!
Also hätte eigentlich nur einer oder max. zwei ausgewählt werden dürfen.
Erzählt bitte mal wer noch Besuch von Zensus hatte!
stimmt, ich habe mich auch schon gewundert. Bei uns ist der Herr vom Zensus von Tür zu Tür gegangen, also bei uns mindestens 3 Wohnungen. Und wir sind alle Mieter?!?
Sina
PS: Meine Schreibfehler sind beabsichtigt, denn sie erhöhen die Aufmerksamkeit des Lesers. Wer sie findet, der darf sie behalten
das kann ich bestätigen, so hat unsere "Erhebungsbeauftragte" uns erzählt das sie praktisch für alle Häuser und Wohnungen einer Straße zuständig sei. Dafür bleiben andere Straßen scheinbar vollkommen verschont.
Das mit 10% + Eigentümer mag wohl stimmen, aber von einer "Zufallsauswahl" kann so nicht die Rede sein.
Aber berichtet selber, welche Erfahrungen hattet ihr mit den Zensus?
aber von einer "Zufallsauswahl" kann so nicht die Rede sein.
Vielleicht um es den Prüfern etwas einfacher zu machen. So können sie z.B. eine Straße oder einen Bezirk abgehen und müssen nicht kreuz und quer von einem Ende der Stadt zum anderen fahren.
ja das macht Sinn, aber auf den offizellen Seiten des Zenus2011 steht:
Zitat
Bei der Stichprobenziehung wurden in einem mathematisch-statistischen Zufallsverfahren Anschriften gezogen. Alle an diesen Anschriften lebenden Menschen, das sind insgesamt rund 7,9 Millionen, werden befragt. Die methodischen Grundlagen für die Stichprobenziehung wurden in einem wissenschaftlichen Forschungsprojekt entwickelt. Da es sich um eine sogenannte „geschichtete Stichprobe“ handelt, haben nicht alle Anschriften die gleiche Wahrscheinlichkeit, in die Stichprobe zu gelangen. So werden überwiegend Anschriften in Gemeinden mit 10.000 und mehr Einwohnern ausgewählt, gleichzeitig haben größere Gebäude eine höhere Auswahlwahrscheinlichkeit als kleinere.
Hihihi, welcher Software-Architekt hat denn da gepennt? http://www.abendblatt.de/hamburg/article…eim-Zensus.html
Den Briefumschlag zu scannen um zu sehen, wer abgegeben hat und wer nicht ist evt. nicht so die heldenhafte Idee. Heißt das im Umkehrschluss, das jeder der einen leeren Umschlag zurückgeschickt hat als "abgegeben" zählt? Auch wenn er ja in Wirklichkeit gar nichts abgegeben hat?
Die Volkszählung 2011 ist in die zweite Runde gegangen - und macht vor neuen Pannen keinen Halt. 400.000 Haushalte wurden erneut angeschrieben, Datenschützer kritisieren eklatante Sicherheitsmängel.
Alte Listen und sture Scanner - sie machen Datensammlern wie Bürgern das Leben schwer. Die Volkszählung 2011 ist inzwischen in die zweite Runde gegangen, doch Pannen gibt es weiterhin genügend. 400.000 Haushalte in Schleswig-Holstein und Hamburg wurden im "Erinnerungsverfahren" angeschrieben, weil sie ihre Daten noch nicht übermittelt hatten. Darunter auch Bürger, die bereits verstorben sind und vor allem viele, die ihre Formulare längst ordnungsgemäß aus gefüllt zurückgesandt haben. Letzteres nennt Jürgen Delitz, Sprecher des Statistikamts Nord, den "wohl häufigsten Fehler" bei der Datensammlung.
Nicht nur eine Panne, sondern Straftaten liegen hingegen vor, wenn sich Befürchtungen des Unabhängigen Landeszentrums für Datenschutz in Schleswig-Holstein bewahrheiten: Der Einrichtung war berichtet worden, dass Erhebungsbeauftragte die Zensus-Daten für Werbezwecke genutzt hätten. Jürgen Delitz bestätigt einen Fall, in dem ein Interviewer Daten kommerziell genutzt haben soll - die Person wurde von ihrer Aufgabe entbunden, mit einer Straf anzeige ist zu rechnen.
Dieser Brief machte Doris Krome aus Uetersen stutzig: Kurz vor Silvester, am 29. Dezember 2010, erreichte ihre Mutter, die bei Schleswig wohnt, ein Brief vom Statistischen Amt. Die mittlerweile 86-Jährige sollte im Rahmen des Zenus 2011, der Volkszählung, Angaben zu ihrem Haus machen. Doch nicht nur sie sollte der Behörde Rede und Antwort stehen: Auch der seit zwei Jahren verstorbene Vater bekam Post. Obendrein war der Name der Seniorin falsch geschrieben, und das Haus gehört mittlerweile der Tochter Doris. Die ältere und nun verunsicherte Dame ist lediglich noch Bewohnerin und hat mit der Zählung nichts zu tun. Ihre Tochter ist fassungslos. "Wir kann so etwa passieren", fragt sich Doris Krome und ruft beim Statistischen Amt an.
Die Antwort, die sie bekam, bringt nun die Zensus-Behörde in arge Bedrängnis. Laut Krome berichteten ihr Mitarbeiter der Behörde, sich der Daten von Müllabfuhr und Schornsteinfegern bedient zu haben. Diese Abfragen sind durch das eigens für die Zählung verabschiedete Zensus-Gesetz zum Teil allerdings gar nicht gedeckt. Grundlage für die Anschreiben zur Wohnungs- und Gebäudezählung, die in Hamburg und Schleswig-Holstein etwa eine Million Personen bekamen, waren laut Behörde höchstens Versorgungs- und Entsorgungsbetriebe wie Müllabfuhr und Straßenreinigung. "Diese Antwort hat mich mehr als überrascht", sagt Doris Krome. Schließlich hätten Liegenschaftskataster, Grundsteuer- und Grundbuchämter wesentlich verlässlichere und aktuelle Daten. Thilo Weichert, Landesdatenschutzbeauftragte von Schleswig-Holstein hält diese Erhebungsmethoden für fragwürdig. "Beim Schornsteinfeger anzufragen, bei der Müllabfuhr und nicht bei den jeweils zuständigen Behörden ist unseriös und zweifelhaft. Ich kann das Vorgehen nicht verstehen", kritisiert Weichert im Gespräch mit dem Abendblatt. Nach seiner Einschätzung verstößt gerade die Anfrage beim Schornsteinfeger gegen das ohnehin "katastrophale" Zensus-Gesetz. Es sei ohnehin ein bürokratisches, bürgerunfreundliches Ungetüm.
Das Statistikamt bedauert den Vorfall und bestätigt, sich zahlreicher Quellen bedient zu haben. "Wir haben allerdings festgestellt, dass sie zum großen Teil veraltet und fehlerhaft waren. Daten von Schornsteinfegern wurden nicht abgefragt", sagt Jürgen Delitz, Sprecher des Statistischen Amtes für Hamburg und Schleswig-Holstein. Auch die Innung der Schornsteinfeger in Schleswig-Holstein schließt eine Weitergabe von Daten aus. Doch der Zensus-Fauxpas von Doris Krome ist damit nicht erledigt. Auch sie selbst bekam Post mit vollständig falschen Daten zu ihren Immobilien. Mal waren die Besitzverhältnisse falsch, mal stimmte die Anschrift nicht. Auf Briefe bekam Krome keine Antwort, bei Anrufen sprang das Faxgerät an. Im Mai kamen denn endlich die ersten Bögen zur Wohnungs- und Gebäudezählung. Auch sie waren komplett falsch. Für die Behörde noch viel ärgerlicher: der im Schreiben angegebene Stichtag war der 9. Mai, der Brief kam aber erst am 23. Mai bei Krome an. Als die Post gerade auf dem Weg zum Amt war, trudelte auch schon die erste Mahnung bei Krome ein.
Wieder waren die Telefonleitungen der Zensus-Hotline überlastet. "Bei diesem Chaos habe ich Angst um die vielen sensiblen Daten, die ich über die Mieter meiner Häuser und mich machen musste", sagt sie. Diese Bedenken teilt auch Datenschutzbeauftragte Weichert. "Vor allem bei der Übermittlung und Verarbeitung auf kommunaler Ebene gibt es zahlreiche Probleme. Ich kann nicht ausschließen, dass sensible Daten so gefährdet sind", sagt er. "In einer Zeit, in der so viele Daten frei zugänglich sind, finde diese Zwangserhebung in Gänze befremdlich", kritisiert Weichert.
Ich frage mich echt was die mit den Daten nachher überhaupt anfangen können?!
Zensus = Geldvernichtungsmaschine?!?
Hier, in einer Siedlung aus gepflegten Einfamilienhäusern, sollten die etwa
100 Bürger wohnen, die der Zufallsgenerator eines Computers für mich und die europäischen Statistiker ermittelt hatte. Da man den Rechner jedoch mit Daten aus dem Vorjahr gefüttert hatte, waren Fehler programmiert. In meinem Revier blieben beispielsweise zwei Fragebogen ohne Eintragungen, weil die Bewohner des Hauses bereits 2010 verstorben waren. Zwei Neugeborene in der Nachbarschaft glichen diese "Karteileichen" - statisch betrachtet - jedoch wieder aus
Das ist schon mal eine absolute Fehlerquote von 4% und ich glaube das ist nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Nachdem was ich aus meiner Nachbarschaft höre gibt es sehr viele ähnlich Fälle und Dutzende Eigentümer die bisher noch überhaupt nicht befragt wurden.
Das muss man sich einmal reinziehen.
Die Volkszählung vom letzten Jahr kostete allein für Hamburg und Schleswig-Holstein 24.000.000€ (24 Millionen) und Bundesweit 710.000.000€ (710 Millionen).
Was für Summen!
Dabei war allein in HH und SH nur ca. die Hälfte von 50.000 Fragebögen gültig.
Ziel war es eigentlich eine genauere amtliche Einwohnerzahl zu ermitteln. Das kann man wohl jetzt „in die Tonne“ treten.
Es ist mal wieder typisch wie Millionen sinnlos verheizt werden...
Es ist wirklich ein Unding, das Steuergelder zum Fenster herausgeschmissen werden
und niemand zur Verantwortung gezogen wird!
In der freien Wirtschaft sitzt man dafür sofort auf der Straße und wird auf Schadenersatz
verklagt!
Aber wer ist den jetzt eigentlich verantwortlich? Wer hat also beschlossen das die Volkszählung gemacht wird?
Und wer hat eine Kosten - Nutzen Analyse erstellt?
Also anders gefragt: gibt es im Staat sowas wie Controling, Finanzplanung und Budget, oder rennen die einfach so drauf los...
...der Steuerzahler wird schon Zahlen?!