Bereits seit 2005 munkelt man über einen Bundestrojaner, der sich heimlich auf Computern installiert/installieren lässt und dort den Nutzer ausspäht. Sehr oft wurde dieses bewusst ins Lächerliche gezogen, später zugegeben und mit strengen Auflagen versehen, bevor ein Einsatz genehmigt wurde.
Nun wurde offensichtlich dem Chaos Computer Club ein Exemplar dieses Trojaners zugespielt, welcher darauf hin zerlegt und untersucht worden ist. Das Resultat ist erschreckend, nicht nur bezüglich des Schnüffelumfangs und der Möglichkeiten (gesamten Verkehr auf dem lokalen Computer im Klartext erfassen, angeschlossene Mikrofone und Kameras verwenden). Nein, denn das dem CCC zugespielte Exemplar öffnet eklatante Sicherheitslücken auf Computern, die dann auch von Dritten genutzt werden könnten.
Des Weiteren ist es durchaus faszinierend, dass die gesammelten Daten nicht auf einen in Deutschland stehenden Computer übertragen werden, sondern direkt an eine Computeranlage in Ohio, USA! Dies dürfte Verschwörungstheoretikern natürlich weitere Türen öffnen.
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