Ich kann jeden verstehen, der vom Thema „Schulden“ weder etwas hören noch etwas sehen will. Mir geht es im Prinzip auch so.
Dennoch beschäftigt mich das rücksichtlose Schuldenmachen mal der einen mal der anderen großen Volkspartei. „Rücksichtslos“ gegenüber unseren Kindern und Enkelkindern, denen Jahr für Jahr immer schneller und höher wachsende Schuldenberge auf ihre noch schwachen Schultern geladen werden, ohne, dass sie eine Chance der Gegenwehr besitzen.
„Rücksichtslos“ aber auch gegenüber den Bürgern und Steuerzahlern, für die es schon von großer Bedeutung ist, ob die Stadt Pinneberg 70 oder 100 Mio. Euro Schulden vor sich herschiebt, denn allein der Schuldendienst (Zinsen und Tilgung) für 30 Mio. Euro belastet die Stadtkasse mit mindestens 600.000 Euro jährlich. Das sind 600.000 Euro, die nicht für das Schulessen, nicht für die Kita-Förderung, nicht für Kulturelles, nicht für die Sanierung der Pinneberger Straßen und auch nicht für soziale Aufgaben zur Verfügung stehen.
Bedauerlicherweise haben unsere Kinder und Enkelkinder keine starken Lobbyverbände an ihrer Seite, die ihre Interessen vertreten, immer wieder mahnend die Stimme erheben und unbequeme Fragen zu der gigantisch anwachsenden Schuldenlawine stellen, die eines Tages über die nachwachsenden Generationen hereinbrechen wird und deren Verursacher die heute verantwortlichen politischen Parteien sind.
„Verantwortlich“ kann man auch durch Nichtstun werden. Wer erinnert sich in diesem Zusammenhang noch an das von der Pinneberger Bürgermeisterin, Frau Kristin Alheit(SPD), im September 2010 anlässlich der Einwohnerversammlung abgegebene Versprechen, sie wolle die gewonnenen Erkenntnisse in die Haushaltsrunde der Stadt einbringen, um hieraus im Zusammenarbeit mit der Politik für Pinneberg passende Ideen für eine Haushaltskonsolidierung zu entwickeln und …… eventuell werde sie Anfang 2011 zu einer weiteren Veranstaltung einladen, wenn bis dahin bezüglich der Haushaltskonsolidierung erste Schritte zu einer erfolgreichen Strategie gefunden sein sollten.
Leider muss jetzt nach rund 16 Monaten festgestellt werden, dass in der Zwischenzeit weder von Frau Alheit noch von der Politik Ideen zur Konsolidierung des Haushalts der Stadt Pinneberg entwickelt wurden.
Ich kann es nicht glauben, dass so wichtige Zusagen von grundlegender Bedeutung für die Stadt einfach „vergessen“ und nicht eingelöst werden.
Wenn meine Enkelkinder mich eines Tages fragen: „Opa, hast Du damals nicht erkannt, wie sich Deine Generation auf unsere Kosten ein schönes Leben gemacht hat und was hast Du dagegen unternommen?“, dann kann ich ihnen ehrlich in die Augen blicken und sagen: „Ich habe nicht resigniert, nicht die Hände mit dem Gedanken „ich könne ja ohnehin nichts tun“ in den Schoß gelegt, sondern ich habe mit den mir zur Verfügung stehenden – wenn auch bescheidenen - Mitteln gegen die ausufernde Verschuldung angekämpft.“
Abschließend noch ein Hinweis zu Susis Anmerkung:
„Ich schließe mich meinen zwei Vorrednern voll und ganz an. Ich kanns auch wirklich nicht mehr hören. Ein Grund, warum ich mich auch immer weniger an den Themen beteilige.
Ich hab hier echt keine Lust mehr, viel zu politisch geworden hier.“
Nach meiner Meinung lebt auch das Forum „unser-kreis-pinneberg“ von der Meinungsfreiheit, der Meinungsvielfalt und der gegenseitigen Toleranz aller Mitglieder.
Jedem Mitglied sollte das Recht zuerkannt werden, Themen nach eigenem Ermessen aufzugreifen, um damit auch aktiv das thematische Erscheinungsbild des Forums mit zu gestalten, zu formen und mit neuen eigenen Themen auch eigene Akzente zu setzen.
Jedes Mitglied hat darüber hinaus selbstverständlich die Möglichkeit, jeden Tag wieder neu per Mausklick über das Lesen oder Nichtlesen eines Beitrages zu entscheiden.
Gruß
Detlev