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pkasch

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Mittwoch, 23. November 2011, 01:54

Abschied von den Utopien - Die Bombe ist endlich geplatzt!

Endlich:
Der Vorsitzende der CDU-Fraktion in Pinneberg, Herr Lorenz, hatte mir seine Bedenken, dass das Großprojekt "Innenstadterweiterung mit Umfahrung des Marktplatzes" wohl an den Kosten scheitern wird, schon von etwa 2 Jahren in einem Gespräch mitgeteilt. Jetzt scheint der Zeitpunkt gekommen:

Zitat von »"Pinneberger Tageblatt"«

Neue City: Ein Traum platzt
23. November 2011 | 00:20 Uhr | von Andreas Daebeler
PINNEBERG. Investorengespräche, Workshops, ein Architektenwettbewerb - alles für die Katz. Die Erweiterung der Pinneberger Innenstadt ist Geschichte. Die CDU begräbt das seit 2010 verfolgte City-Konzept. Damit ist die politische Mehrheit futsch.

Fraktionschef Michael Lorenz und Parteikollege Peter Bublitz bestätigten den Kurswechsel gestern. Die Erweiterung der Innenstadt nach Norden samt Bau einer Marktplatzumfahrung sei vom Tisch. "Zunächst waren das faszinierende Ideen", räumt Lorenz ein. Sie seien jedoch nicht zu verwirklichen.

Das Bauamt schätzte die Kosten der neuen City zuletzt auf etwa zwölf Millionen Euro. Mittel aus dem Städtebauförderprogramm sind bereits eingeworben, werden jetzt wohl nicht abgerufen. Laut Amtsleiter Klaus Stieghorst hat die Stadt für die bisherige Planung 180 000 Euro ausgegeben - Geld, das also "versenkt" wurde.

In seiner Fraktion habe stets Skepsis geherrscht, ob das Konzept sich als technisch umsetzbar und finanzierbar herausstellen werde, betonte Lorenz. Die Stadtverwaltung sei daran gescheitert, drängende Fragen zum Hochwasserschutz und den detaillierten Kosten des Projekts zu beantworten. Zudem seien erhoffte Kundenmagneten wie etwa der Elektronikriese Media Markt längst abgesprungen.

Bedenken, die von GAL, FDP und Bürgernahen schon lange geäußert werden. Dennoch hatte die CDU dem Projekt weiter die Stange gehalten. Noch vor wenigen Wochen war ein Vorschlag der GAL, zunächst nur einen Teil der City umzuplanen, von den Christdemokraten abgelehnt worden.

Jetzt hofft der CDU-Fraktionschef, dass die Kaufmannsfamilie Meyer ihr Vorhaben, ein Edeka-Frischecenter zu bauen, doch noch umsetzt. Das notwendige Grundstück an der Friedrich-Ebert-Straße ist bereits in Besitz der Meyers. "Wir würden dort Baurecht schaffen", sagt Lorenz. Zudem müsse die City südlich der Ebert-Straße überplant werden.


SPD: Katastrophale

Außenwirkung

Bei SPD-Fraktionschefin Angela Traboldt sorgt die Kehrtwende für Entsetzen. Sie kann nicht verstehen, warum die CDU zu einem so späten Zeitpunkt abspringt: "Das ist zum Verzweifeln, hier wird eine große Chance vertan." Traboldt spricht von einer katastrophalen Außenwirkung: "Typisch Pinneberg." Uwe Lange sieht’s anders: "Überfällig, dass sich die CDU von der unseligen Planung verabschiedet", so der Fraktionschef der Bürgernahen. Er kann sich einen Seitenhieb nicht verkneifen: "Bei der CDU braucht man eben immer ein bisschen länger." GAL-Fraktionschef Joachim Dreher: "Eine gute Entscheidung der CDU." Jetzt müsse die kleine City-Lösung in Angriff genommen werden. "Da sind wir im Boot", so Dreher.

Bürgermeisterin Kristin Alheit (SPD) äußerte gestern ihr Bedauern, dass "so weit gediehene Planungen jetzt nicht umgesetzt werden". Die von der CDU angemahnte genauere Kostenprognose für eine neue City habe das Bauamt nicht liefern können: "Dafür hätte es eines politischen Grundsatzbeschlusses bedurft."

Auf viel Zustimmung stoßen derweil Pläne für eine Umgestaltung von Lindenplatz und Fahltskamp. Wie berichtet, wollen Grundstücksbesitzer einen Teil der Fußgängerzone für 500 000 Euro überdachen, Gebäude umbauen und mehr Parkraum schaffen. Große Textilketten à la C & A sowie H & M sollen angelockt werden. "Ein guter Ansatz, der Unteren Dingstätte hilft das jedoch nicht", sagt Uwe Lange, Fraktionschef der Bürgernahen. Werner Mende (FDP): "Diese Privatinitiative ist der richtige Weg, ein sehr spannendes Projekt", so der Liberale. Kritiker der Lindenplatz-Initiative fürchten, dass sie rein politisch motiviert war und nur dazu dienen sollte, den Abschied von der großen City-Lösung leichter zu machen. Und dass keine Taten folgen werden.


Schade, dass man es seitens der CDU nicht geschafft hat, die Wende vor der letzten Ratsversammlung zu schaffen. Da wurde der Antrag der "Kleinen Parteien" zur Überprüfung der "kleinen Lösung" im Rat abgelehnt :( .

Wir brauchen schnelle und machbare Lösungen :!:

pkasch

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2

Mittwoch, 23. November 2011, 13:47

Auch HAB/Pinneberger Zeitung haben dazu heute eine umfangreiche Berichterstattung:






3

Mittwoch, 23. November 2011, 15:18

Sieg der Vernunft

Spät - aber nicht zu spät.

Die CDU war gut beraten, in Zeiten, in denen die Stadt Pinneberg einen Schuldenberg von rund 100 Millionen Euro mit stark und schnell steigender Tendenz vor sich herschiebt, keinen neuen Blanko-Scheck über weitere 12 Millionen Euro zu unterschreiben.

Bei einem solchen Investitionsvolumen entspricht es "verantwortungsvollem Handeln" im Vorfeld eines endgültigen und weit in die Zukunft reichenden Beschlusses, alle finanzpolitischen Fragestellungen sorgfältigst zu prüfen.

Zitat

Aus Pinneberger Tageblatt vom 23.11.2011
Bürgermeisterin Kristin Alheit (SPD) äußerte gestern ihr Bedauern, dass "so weit gediehene Planungen jetzt nicht umgesetzt werden". Die von der CDU angemahnte genauere Kostenprognose für eine neue City habe das Bauamt nicht liefern können: "Dafür hätte es eines politischen Grundsatzbeschlusses bedurft."


Waren denn die Bürgermeisterin Frau Kristin Alheit(SPD) und ihre Partei nicht an einer "genaueren Kostenprognose" interessiert und warum benötigt das Bauamt für die Erstellung einer solchen Prognose einen politischen Grundsatzbeschluss?

Gruß
Detlev

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