Es weihnachtet auch im Kreis Pinneberg.
Die Menschen genießen die vorweihnachtliche Stimmung. Doch die kann schnell getrübt werden.
In der Adventszeit, wenn sich die Leute auch gerne dicht gedrängt an den Glühweinständen den Feierabend genießen, sind viele Taschendiebe unterwegs.
Selten allein, meistens in Gruppen von drei oder vier Tätern warten sie auf den richtigen Moment, um blitzschnell zuzuschlagen. Ein kurzer Griff von hinten in die Tasche, ein Rempler im Vorbeigehen oder eine Unterschriftenaktion und die Geldbörse ist weg. Die Opfer bemerken den Diebstahl meist erst, wenn es schon zu spät ist und können dann nicht mehr viel tun.
Trickdiebe beobachten ihre Opfer sehr lange und sehr genau, bevor sie zuschlagen. Oft geschieht dies in engen Situationen, zum Beispiel auf dem Weihnachtsmarkt oder beim Ein- und Aussteigen bei öffentlichen Verkehrsmitteln. Sie suchen den Körperkontakt und lenken die Opfer durch Gespräche, übertriebene Hilfsbereitschaft oder absichtliches Beschmutzen der Kleidung ab. Ein anderer Komplize bestiehlt das Opfer und gibt die Beute an einen dritten weiter. So ist es oftmals kaum möglich, dem Dieb die Tat nachzuweisen. Trickdiebe versuchen ihre Opfer oft auch durch falsche Spendenaktionen oder das sammeln von Unterschriften abzulenken oder sie zu Spenden zu bewegen.
Eine Anzeige gegen Unbekannt nützt wenig, das Geld gibt es in den wenigsten Fällen zurück. Mit Glück wirft der Täter das Portemonnaie von Geld erleichtert in einen Mülleimer oder einen Briefkasten. Dann besteht wenigstens die Aussicht, Personalausweis, Führerschein und Bankkarte wieder zu bekommen.
Jeder sollte also zumindest auf seine eigenen Sachen achten, nur so sind Taschendiebstähle wirklich zu verhindern. Dennoch gibt es immer noch sehr viele Menschen die völlig arglos sind und so Trickbetrügern zum Opfer fallen. Sollte es zu einem Diebstahl kommen und das Opfer bemerkt dies rechtzeitig, hilft es, andere Personen auf den Diebstahl aufmerksam zu machen. Zeugen sollten sich die Tätermerkmale einprägen um später eventuell eine Aussage machen zu können.
Quelle: Hamburger Abendblatt / von Marvin Mertens / 01.12.2011