Mein Mann und ich sind vor knapp 4 Jahren von Pinneberg weggezogen, weil wir die aggressive Grundstimmung dort nicht länger ertragen haben. Wir haben im Quellental gewohnt, welches ja bekannt als "Assiviertel" ist. Da hängen vor Penny die Alkoholiker und Schule schwänzenden Jugendlichen pöbelnder Weise rum. Da ist fast jede Nationalität vorhanden und ebensoviele Verständigungsprobleme. Da dürfen Kinder bis 22 Uhr grölend auf der Straße "spielen", da werden regelmäßig Fahrräder und anderes geklaut. Da wirst du bespuckt oder angerempelt oder beschimpft.
Wenn man dann Richtung Bahnhof und durch den Fußgängertunnel will kann man sich mit den Kindern und Erziehern des Waldkindergartens genauso wie den Schülern der berufsbildenden Schule rumärgern, weil die nicht beigebracht kriegen, das der Weg nicht nur für sie alleine da ist.
So viele schwangere Jugendliche wie in Pinneberg habe ich auch in noch keinem anderen Ort gesehen. Naja, aber auch das ist heutzutage ja mordern, lieber Kinder kriegen, als arbeiten zu gehen.
Um auf die Sicherheit zurück zu kommen. Nein, in Pinneberg fühle ich mich ganz und gar nicht mehr sicher, weder am Tag noch abends.
Ich bin in Pinneberg geboren und habe einen Großteil meiner Kindheit dort verbracht. Auf Ritschers Wiese konnten wir spielen, da gab es noch das Wuppermansche Gelände auf dem man Abenteuer erleben konnte und vieles mehr. Wir waren meistens eine Clique von 8 bis 10 Kindern und konnten ohne Sorge ganz Pinneberg erkunden. Heute würde ich in Pinneberg nicht mal einen Schulanfänger alleine zur Schule gehen lassen, weil er abgezogen werden könnte.
Und hier noch ein Sprung zur Politik. Für Griechenland ist Geld da, aber nicht dafür, das unsere Kinder und Jugendlichen ein vernünftiges Freizeitangebot erhalten oder von Alkohol und Drogen fern gehalten werden, so das weniger Brutalität ausgelebt wird/werden muß.