24. Dezember 2011 | 00:20 Uhr | von Andreas Daebeler | Pinneberger Tageblatt
PINNEBERG. Die Rowa Group investiert kräftig in den Standort Pinneberg. Das im Norden der Kreisstadt beheimatete Unternehmen hat seine Speicherkapazitäten für Rohstoffe deutlich erweitert. Zu diesem Zweck wurden 15 Meter hohe Silos errichtet. Zudem entstand eine neue Produktions- und Lagerhalle. Nach Firmenangaben bewegt sich die Investitionssumme im "deutlich siebenstelligen Bereich". Geschäftsleitungsassistent Robert Kitzmann spricht von "mehr Kapazität, einer um 75 Prozent erweiterterten Produktionsleistung und kürzeren Lieferzeiten".
Das an der Siemensstraße beheimatete Unternehmen produziert seit mehr als 50 Jahren Kunststoffe und Lacke. Die Rowa Group gehört zu den größten Gewerbesteuerzahlern im Stadtgebiet. Nicht zuletzt deshalb sorgt die Expansion des Kunststoffriesen bei der Stadt für Aufatmen. Noch 2005 schien die Geschäftsführung den Abschied vorzubereiten. Grund: Zoff um den Bau der Westumgehung, deren Trasse direkt am Firmengelände vorbeiführen soll. Die Straße wurde bis heute nicht gebaut. Die Rowa klagt noch immer gegen die Planfeststellung. Von Abwanderung dürfte jedoch angesichts der massiven Investition nicht mehr die Rede sein.
Pinnebergs Wirtschaftsförderer Stefan Krappa: "Das ist ein unheimlich wichtiges Signal für die Stadt." Die Rowa sei "für die Zukunft gewappnet" und betreibe in vorbildlicher Weise Standortsicherung.
So sieht es auch Arne Höck, Geschäftsführer des Unternehmens an der Siemensstraße. Er spricht davon, den Betrieb "beständig weiterentwickeln und damit krisenresistenter machen" zu wollen. Wenn die Konjunktur sich abkühle, gehe es darum, diese Herausforderungen anzunehmen.