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Donnerstag, 29. Dezember 2011, 08:11

So steht’s um Pinnebergs Straßen

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So steht’s um Pinnebergs Straßen

28. Dezember 2011 | 00:10 Uhr | von Andreas Daebeler | Pinneberger Tageblatt

Das Verkehrsnetz im Zentrum der Kreisstadt: Grün markierte Straßen sind intakt, gelbe gerade noch akzeptabel. Rot gekennzeichnete Fahrbahnen müssen dringend saniert werden. Hauptverkehrsadern haben Priorität. Vollsperrungen sind 2012 nicht vorgesehen. Daebeler

PINNEBERG. Pinneberg ist pleite. Geld für umfangreiche Fahrbahnsanierungen? Fehlanzeige. Das Wort von der "Schlagloch-City" macht längst die Runde. Ein jetzt von der Stadtverwaltung vorgelegter Zustandsbericht spricht jedoch eine andere Sprache: Knapp 75 Prozent der Straßen sind intakt. Grund: Pinneberg profitierte in den vergangenen zwei Jahren massiv von Förderprogrammen des Landes und des Bundes.

Beispiel Mühlenstraße: Wo Stoßdämpfer noch 2010 auf eine harte Probe gestellt wurden, schnurren die Autos jetzt über topmodernen Flüsterasphalt. Kostenpunkt: 1,2 Millionen Euro. Möglich wurde die Sanierung nur dank des Konjunkturpakets II. Das Projekt konnte fristgerecht abgerechnet werden. "Die Fördergelder sind bereits auf dem Konto", sagt Bauamtschef Klaus Stieghorst.

Beispiel Datumer Chaussee: 130 000 Euro kostete die neue Fahrbahn. Finanziert wurden die Arbeiten aus dem Winterschädenprogramm 2010/11. Auch die Straßen Am Ratsberg, Blauer Kamp und Damm konnten mit Landeszuschüssen aus diesem Topf fit für die Zukunft gemacht werden.

Alles gut also? Straßenbauexperte Roland Schultz sieht’s anders. Er hat die Brennpunkte herausgearbeitet. Etwa das letzte Teilstück der Mühlenstraße zwischen Kirchhofsweg und Saarlandstraße. "Da wollen wir 2012 ran, wenn möglich während der Osterferien", so Schultz. Von einer vollständigen Sperrung der Mühlenstraße könne während der Arbeiten wohl abgesehen werden.

Für den Problemfall Saarlandstraße ist 2012 voraussichtlich kein Geld da. Der Thesdorfer Weg und die Elmshorner Straße stehen hingegen ganz oben auf der Prioritätenliste. "Wir konzentrieren uns derzeit klar auf Hauptverkehrswege", so Schultz. Die hätten klaren Vorrang vor kleinen Anliegerstraßen. Diesbezüglich reagiert die Bauverwaltung auf finanzpolitische Vorgaben der Politik: Die Volksvertreter hatten kürzlich entschieden, bei der Infrastruktur zu sparen - zugunsten der Bildung. Bauamtschef Stieghorst findet dafür auch mahnende Worte: "Wenn Straßensanierungen verschoben werden, nimmt die Stadt Kredit bei der eigenen Bausubstanz auf." Und weiter: "Irgendwann kommt dann das dicke Ende."


Gruß
Detlev

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